Geschichtsforschung:

Im Jahr 1996, nach einem schweren gesundheitlichen Rückschlag musste ich etwas tun, um mein „Gehirn“ wieder in Gang zu bringen. Plötzlich hatte ich Zeit, einem alten Hobby wieder nachzugehen. Ich kramte alle meine gesammelten heimatgeschichtlichen Bücher wieder vor und begann zu lesen. Was ich gelesen hatte, wollte ich auch sehen, soweit es noch was zu sehen gab. Es gibt in unserer Heimat noch so viel zu sehen, wenn man weiß wo und wenn man danach sucht.

In unserer Flechtinger Patronatskirche fiel mir besonders der „Herrschaftsspriegel“ von 1592 auf. Zu welchen Adelsfamilien gehörten diese Wappen? Heute habe ich Informationen über weit mehr als 100 Adelsfamilien und ihrem Wirken in unserer Gegend. 

Ein anderer Schwerpunkt sind die alten, längst „wüsten“ Dörfer. Häufig finde ich noch Spuren der alten Dorfstellen. Scherben, Mauerreste, die alten Gräben und Wälle, selbst die alten Äcker der Bauern sind noch zu erkennen, mal mehr, mal weniger. Sehr hilfreich bei der Wüstungsforschung sind die alten Flurnamen, aus deren Deutung sich wichtige Hinweise ergeben. 

Eines meiner schönsten Themen sind die Adels- und Heimatsagen. Oft sind es lange Geschichten, wie die Esbeth-Sage aus Altenhausen, dann auch nur ein, zwei Sätze, die von einer Geschichte übrig geblieben sind.

So manch andere Bereiche sind im Laufe der letzten Jahre zu meiner Geschichtsforschung hinzugekommen.